wischen Neid, Bewunderung und Erstaunen taugt das erstarkte Deutschland zum Vorbild? Sind wir das starke Rückgrat Europas oder eher verhasste Hegemonialmacht? Fünfzehn Auslandskorrespondenten haben Stimmungen eingefangen von Polen bis Griechenland, von China bis Brasilien, und sie haben vielschichtige und oft überraschende Antworten über uns Deutsche erhalten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.03.2013
Ulrich Wickert ist dankbar für Berlin. Wäre die Begeisterung für Berlin unter all den jungen Franzosen, Italienern und Israelis nicht so groß, das Bild der Deutschen, das die Auslandskorrespondenten in "So sieht uns die Welt" zusammengetragen haben, sähe ziemlich düster aus, nicht viel anders nämlich als noch vor ein paar Jahrzehnten, erklärt der Rezensent. "Ich bin aufgrund meines Wesens Deutscher und dank meiner deutschen Qualität Mensch", dieses Selbstbild, das schon der französische Anthropologe Louis Dumont den Deutschen unterstellt hat, könnte immer noch gelten, wenn man den Berichten der Auslandskorrespondenten Glauben schenkt, staunt Wickert. Außerdem sind die Deutschen als tüchtig, regelliebend, arrogant und diszipliniert verschrien, Klischees sterben anscheinend langsam, meint der Rezensent. Ein wenig hofft Wickert, dass die Beliebtheit Berlins mit der Zeit auch auf den Rest der Republik ausstrahlt.
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