Das deutsche Wirtschaftsmodell ist unausgewogen und hochgradig riskant. Der Grund: Die starke Abhängigkeit von der Droge Exportismus. Andreas Nölke zeigt die aktuellen Gefahren der Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft und liefert ein fulminantes Plädoyer für ein neues Wirtschaftsmodell, das nachhaltiger, stabiler und im globalen Kontext ausgewogener balanciert ist.
"Konkret und kenntnisreich" sieht Rezensentin Sina Fröhndrich vom Frankfurter Politikwissenschaftler Andreas Nölke hier beschrieben, wie sich Deutschland mit seiner Abhängigkeit von der Exportwirtschaft selbst schade. Denn durch die Nachfrage aus dem Ausland abgestützt, hätten es Staat und Unternehmen jahrzehntelang versäumt, durch Investitionen in die eigene Infrastruktur die Binnennachfrage anzukurbeln, lernt Fröhndrich. Außerdem erkläre der Autor, dass die Exportwirtschaft nur einem Viertel der Beschäftigten wirklich die verheißenen höhere Löhne zahle. Dafür macht sich das Land außenpolitisch erpressbar. Fröhndrich weiß, dass Nölke der linken "Aufstehen"-Bewegung nahesteht, die Schwachstelle des BucheGrs sieht sie daher auch im Fehlen einer wachstumskritischen und dezidiert ökologischen Perspektive.
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