Eduard Beaucamp, der hauptamtliche Kunstkritiker der FAZ, bespricht den Band zusammen mit Hans Beltings „Identität im Zweifel - Ansichten der deutschen Kunst“ (Dumont), nutzt die Doppelrezension aber eher zur Entfaltung eigener Thesen als zur Auseinandersetzung mit den Büchern.
1) „Identität im Zweifel - Ansichten der deutschen Kunst“
Die Beschäftigung mit dem Deutschen in der Kunst grassiere, meint Beaucamp, aber Belting wirft er noch „Vorbehalte" gegenüber den deutschen Kunstwegen vor. Es handele sich bei dem Band um verstreute Aufsätze und Reden. Belting sehe in einem der Aufsätze zwar ein, dass auch die Beiträge ostdeutscher Künstler zur Kunstgeschichte neu gewürdigt werden müssten, aber er verharre im Prinzipiellen und werde dabei wenig konkret.
2) „Wie deutsch ist die deutsche Kunst?“
Beaucamp erklärt nicht,
warum sich Hofmanns Buch im Untertitel als „Streitschrift“ präsentiert.
Hofmann, so Beaucamps kurze Anmerkung in der langen Kritik, habe ein
therapeutisches Ziel, nämlich „die Auflösung von nationalen Klischees“.
Lobenswert findet Beaucamp, dass Hofmann die Schlüsselrolle Adolf
Menzels in der deutschen Kunst hervorhebe.