Er setzte die Bombe gegen Hitler ein. Nur zehn Monate vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Erfolglos. Für die einen blieb Stauffenberg ein eidbrüchiger Verräter. Für viele ist er der Ehrenretter seiner Generation. Wie aber wurde dieser pflichtbewusste adlige Offizier im Generalstab, der geschworen hatte, zu gehorchen und auszuführen, was auch immer seine Vorgesetzten befehlen, zum Verweigerer der Befehle, gar zum Attentäter? Bentzien spürt die weltanschaulichen Wurzeln Stauffenbergs auf, beschreibt ihn in seinen familiären Bindungen und entwirft ein Bild seiner beruflich-militärischen Beziehungen. Es entsteht ein neues, kontroverses und zeitgerechtes Lebensbild des Claus Schenk Graf von Stauffenberg.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.07.2004
Schlapp findet Jürgen Zarusky die Stauffenberg-Biografie von Hans Bentzien und "allzu eindimensional geraten". In ihr trete der Hitlerattentäter (Zarusky bemängelt den Untertitelterminus "Täter") als "ein einfach gestrickter Held" auf, "der immer gegen den Nationalsozialismus, gegen den Antisemitismus und gegen Hitler war". Zu diesem schlicht-geradlinigen Stauffenberg-Bild passt natürlich nicht, "dass Stauffenberg sich am Abend des 30. Januar 1933 an seinem Stationierungsort Bamberg in Uniform in einen Fackelzug begeisterter Hitler-Anhänger einreihte" - und darum werde diese "verbürgte" Tatsache von Bentzien auch "vehement" bestritten. Und leider sei dies "nicht der einzige Sachfehler" in dem Buch.
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