Harro Schulze-Boysen war Mitglied der Widerstandsgruppe "Rote Kapelle" und wurde 1942 von den Nazis wegen Hochverrats hingerichtet. Er war bis zu seinem letzten Lebenstag ein passionierter und brillanter Briefeschreiber und hinterließ mehr als 400 Briefe an seine Verwandten und Freunde, aus denen sich eine ungewöhnliche Biographie rekonstruieren ließ.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2000
In seiner Rezension nutzt Rainer A. Blasius die Gelegenheit, ein kleines Porträt Schulze-Boysens zu zeichnen und damit neugierig auf die besprochene Briefsammlung zu machen. In seinen Augen lohnt die Lektüre der Briefe vor allem deshalb, weil sie den Weg Schulze-Boysens in den Widerstand zeigen. Als besonders erhellend empfindet der Rezensent darüber hinaus die Zwischentexte des Herausgebers Hans Coppis, der viele Zusammenhänge und Hintergründe sowie kritische Äusserungen zum Nationalsozialismus, die Schulze-Boysen in den Briefen nicht dezidiert zu Papier gebracht hat, erklärt bzw. ergänzt. Hans Coppi ist der 1942 in einem Frauengefängnis geborene Sohn von Hans und Hilde Coppi, die mit dem Ehepaar Schulze-Boysen befreundet waren und wie diese 1942 bzw. 1943 hingerichtet wurden.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…