Hans Gysi ist ein Sprachtüftler von einsamer Statur, der die Gesetze von Logik und Schwerkraft umbaut zu Denkförderung und Sprachlust. Jede Geschichte, jeder Satz ist eine Heiß-Kalt-Dusche mit beträchtlichen Überraschungen. Da entstehen aus sogenanntem Sprachmüll wunderschöne neue Sätze und Schätze. Da geschehen Wunder und Böse Erwachen noch und (immer) wieder.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.03.2002
In einer Kurzrezension bespricht der mit "amo" zeichnende Rezensent den Erzählband von Hans Gysi, in dem sich dieser mit den "kleinen Schäden" des Alltags auseinandersetzt. Ausgehend von der Prämisse, dass "Leben Schaden nehmen" bedeutet, beschreibt er die verschiedensten Gegebenheiten, die mit dem Thema zu tun haben. Daraus sei nach Ansicht des Rezensenten ein durchaus kurzweiliges Buch hervorgegangen, das die eigene Sicht der Dinge auf teilweise überraschende Weise verändere.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…