Mit 70 farbigen Abbildungen. Wenn der Autor auf Reisen geht, spürt er Spannungen, die sich erst lösen beim Betreten des Landes. Hier sind es dann die Farben und Klänge der neuen Umgebung, die ihn voll in Bann ziehen und ihn immer wieder erstaunen lassen, wie unterschiedlich jedes Land atmet, Stimmungen ausstrahlt und seine dominierende Farbe hat. Die in diesem Buch gezeigten Aquarelle aus Vietnam, Sri Lanka, Oman, Ägypten, Bankok, Istanbul und Havanna sind gemalte Augenblicke.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.03.2006
Mit gemischten Gefühlen hat der Rezensent mit dem Kürzel "sg" diese gemalten Reiseimpressionen zur Kenntnis genommen. Zwar bescheinigt er den Bildern technische Versiertheit und ihren Pastelltönen Poesie. Gelegentlich ist ihm aber auch die Farbgebung schon zu aufdringlich und manches Motiv zu "symbolüberfrachtet". Insgesamt fällt das "skizzenhaft-fiktive Reise-Bilderbuch" für seinen Geschmack zu bieder aus. Hauptkritikpunkt ist für den Rezensenten, dass sich der Berliner Maler viel zu wenig für die soziale Realität der bereisten Länder interessiert und stattdessen lieber im Mythischen hängen bleibt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.12.2005
Rezensent Stefan Fischer ist sich zwar nicht sicher, ob sich "Poesie" tatsächlich fixieren lässt, aber was der Berliner Aquarellist Hans-Jürgen Gaudeck in seinen Reiseimpressionen von vier Kontinenten festgehalten hat, gefällt ihm sehr gut. Fischer hat darin das "Sinnbildliche" des Moments wiedergefunden, eigene Erinnerungen sowie "schöne Kombinationen von Wesentlichem und Flüchtigem". Die Bilder, in die der Rezensent auch das Gefährliche und Unergründliche eingeschrieben fand, beginnen in Vietnam und führen - kräftiger werdend - über Sri Lanka bis nach Kenia und Havanna. Die beigestellten Texte, bemerkt der Rezensenten noch, helfen vor allem, sich zu orientieren.
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