Herausgegeben und mit einem Essay von Volker Michels. Das Doppeltalent als Maler und Dichter teilt Hermann Hesse mit vielen seiner Schriftstellerkollegen, so u.a. mit Goethe, Gottfried Keller und Adalbert Stifter, mit Wilhelm Busch und Joachim Ringelnatz, Henry Miller, Peter Weiss und Günter Grass. Seit seinen autodidaktischen Anfängen im Ersten Weltkrieg, die dem damals Vierzigjährigen eine schwere Krise zu überwinden halfen, hat Hesse bis ins hohe Alter etwa 2000 Aquarelle gemalt. Die meisten von ihnen sind Liebeserklärungen an die farbenfrohen Landschaften seiner Tessiner Wahlheimat und ihren damals noch unerschöpflichen Reichtum an zauberhaften Motiven. Im Verlauf der letzten beiden Jahrzehnte ist es geglückt, einen Großteil dieser Bilder aufzufinden und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In mehr als fünfzig Ausstellungen in den USA, Kanada, Australien oder Japan und den europäischen Ländern haben sie sich als Publikumsmagneten erwiesen. Unser Band enthält die bisher umfassendste Auswahl der schönsten bildnerischen Arbeiten des Dichters.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2006
Eberhard Rathgeb freut sich, dass Hermann Hesse nicht nur als Schriftsteller, sondern nun auch als Maler bekannter wird. Den von Volker Michels herausgegebenen Band mit Aquarellen findet er "schön", obwohl er konstatiert, dass Hesses Künste nicht zum Malen von Menschen und Tieren ausreichen. Umso besser gefällt ihm, dass er in den Naturbildern Figuren, "luftige Erdgeister und erdschwere Luftgestalten" aus Hesses literarischem Werk wieder findet. Das Beste jedoch ist, dass all die Aquarelle in einer Zeit entstanden sind, in der der Schriftsteller an Depressionen litt. Dass er sich weder davon noch von der späteren "vernichtenden" Kritik an seinen Bildern unterkriegen ließ, ringt dem Rezensenten Respekt ab.
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