Hans Manfred Bock (Hg.)

Französische Kultur im Berlin der Weimarer Republik

Kultureller Austausch und diplomatische Beziehungen
Cover: Französische Kultur im Berlin der Weimarer Republik
Gunter Narr Verlag, Tübingen 2005
ISBN 9783823361817
Kartoniert, 334 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Tabellen. Dieser Band dokumentiert und analysiert erstmals die Spuren und Formen französischer Kulturrepräsentanz im Berlin der Weimarer Republik. Waren Frankreich und Deutschland politisch die Hauptkontrahenten in der Versailler Friedensordnung, so entfalteten sich im Bereich des kulturellen Austauschs vielfältige und zukunftsträchtige, wenngleich in ihrer Entstehungszeit gesellschaftlich marginal bleibende Initiativen für die Wiederaufnahme des deutsch-französischen Dialogs. Diese Initiativen werden hier in folgenden Bereichen dargestellt: Diplomatie, Hochschulwesen, Buchhandel, Theater, Kunst und Literatur sowie französische Berlin-Essayistik. Eine einführende Übersicht über die Entwicklung und die gegenwärtigen methodologischen Grundpositionen in der Erforschung transnationaler Gesellschafts- und Kulturbeziehungen stellt den Anschluss her an laufende Diskussionen und neue Erkenntniswege.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.11.2005

Gelungen findet Frank-Rutger Hausmann diesen Sammelband über den deutsch-französischen Austausch im Berlin der Zwischenkriegszeit, den Hans-Manfred Bock herausgegeben hat. Hausmann würdigt Bock für seine Verdienste bei der Erforschung der deutsch-französischen Beziehungen. Er habe nicht nur die materiellen Hintergründe des deutsch-französischen Kulturaustauschs seit dem Ende des Ersten Weltkriegs aufgearbeitet, sondern diese Arbeiten zugleich auf ein sicheres Methodenfundament gestellt. Hausmann hebt hervor, dass die auf sorgfältigen Archivstudien basierenden Beiträge dieses Bandes allesamt das starke Interesse namhafter französischer und deutscher Politiker, Diplomaten, Professoren, Studenten, Schriftsteller, Künstler und Reisender am gegenseitigen Kennenlernen in der Zwischenkriegszeit widerspiegeln. Ein Interesse, das er heute etwas vermisst, hat er doch den Eindruck eines zwar friedlichen, aber auch neugierdelosen deutsch-französischen Nebeneinanders. "Wer wissen will, welcher Ideenreichtum den französisch-deutschen Diskurs einmal beflügelte", resümiert er, "findet im vorliegenden Band zahlreiche Anregungen". Lediglich das Fehlen eines Namensregisters ist zu beklagen.

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