Herausragende Persönlichkeiten prägten das 20. Jahrhundert im Guten wie im Schlechten, sie zerschlugen die gewohnte Ordnung und gaben der Weltgeschichte eine neue Richtung: "Monster" wie Hitler und Stalin, "Retter" wie Roosevelt und de Gaulle, Freiheitskämpfer wie Gandhi und Mandela. Eine Porträtgalerie und das schillernde Gesamtbild einer bewegten Epoche.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2010
Schwer angetan ist Dominik Geppert von Hans-Peter Schwarz' Band "Das Gesicht des 20. Jahrhunderts". Dass das vor zwölf Jahren erstmals veröffentlichte Werk in der Neuauflage kaum Neues bietet - nur ein Kapitel von 37 Seiten mit dem Titel "Skizzen zu einer kleinen Gruppe interessanter Persönlichkeiten" -, stört den Rezensenten nicht. Den Grundgedanken, das "Gesicht des Jahrhunderts als Abfolge von Gesichtern" zu porträtieren (Schwarz), findet er "bestechend" einfach. Auch wenn er vielleicht nicht alle Urteile des Autors teilt, hat er das Buch mit größten Vergnügen gelesen. Er würdigt den emeritierten Politikwissenschaftler als Vertreter einer aussterbenden Spezies von Wissenschaftlern. Schwarz zeichnet sich für ihn aus durch enorme Belesenheit und seine Fähigkeit, zuzuspitzen, bissig zu charakterisieren und sich auf das Wesentlich zu beschränken. Auch dass der Autor seine Vorlieben und Antipathien keineswegs verschweigt, hat Geppert gefallen.
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