Descartes' Versuch einer Synthese von Metaphysik und Wissenschaft markiert den Beginn der neuzeitlichen Philosophie. Diese Einführung gliedert sich in folgende Abschnitte: Die Begriffe Rationalismus und Empirismus - Descartes' Leben und Werk - Die Methode der Analyse und Synthese - Der Aufbau der Erkenntnis - Die neue Wissenschaft - Ausblick.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2003
Diese kleine Einführung zu Leben und Werk von Rene Descartes hat dem mit "lx" zeichnenden Rezensenten ausgesprochen gut gefallen. Denn der Philosophieprofessor Hans Poser hinterfrage die übliche Darstellung Descartes als "Denker an der Nahtstelle von Rationalismus und Empirismus", mit dem die "philosophische Neuzeit" einsetze. Denn warum gelte gerade der "cartesische Rationalismus" als "Zäsur" in der Ideengeschichte? Das "cogito" zum Beispiel finde sich schon in ähnlicher Art bei Augustinus. In Wirklichkeit sei es Descartes' "grundlegend antiautoritäre Haltung", die neu sei, weil sie konsequent auf die "Kunstgriffe der nominalistischen Scholastik" verzichte. Dies lege Poser "auf dem Hintergrund eines soliden Wissens" dar, so der lobende Rezensent, dem auch gefällt, dass Poser am Ende zu keiner pathosgeladenen "Großgeste" ausholt, sondern sich mit den Problemen beschäftigt, die Descartes, seinem "ordre de raison" zum Trotz, hinterlassen hat.
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