Jüdisches Leben im Deutschland der Gegenwart ist mehr als die steinernen Zeugen in Form von Gebäuden, Gedenkplaketten und Mahnmalen. Das beweisen die aktiven jüdischen Gemeinden und die wieder auferstandene jüdische Kultur in vielen Städten. Allerdings spielt sich das reale jüdische Leben heute vor allem im geschlossenen Raum, in streng bewachten Synagogen und Gemeindezentren, zum Großteil unbemerkt von der Öffentlichkeit ab. Das Buch zeichnet die Geschichte jüdischer Kultur nach, führt in die jüdischen Riten und Traditionen ein, setzt sich mit progressiven, liberalen, orthodoxen und konservativen Einstellungen auseinander und untersucht, ob es ein jüdisches Leben außerhalb der Religion gibt.
Philipp Gessler nennt das Buch einen "Glücksfall", und empfiehlt es jedem, der sich für jüdische Leben nicht nur im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus interessiert. Die Stimmungen der Überlebenden findet Gessler er flüssig und schlüssig beschrieben, die Zitate, die Daten, das Glossar, die Adressen- und Literaturverweise äußerst informativ. Sie zählt er zu den Stärken des Buches. Kluge Gedanken zu den Schwierigkeiten des jüdischen Lebens bescheinigt er dem Autoren. Er freut sich jedoch nicht über die ersten 39 Seiten. In denen sei die 4000-jährige Geschichte des Judentums zu knapp und mit Auslassungen und Fehlern beschrieben. Er fragt sich, ob diese Seiten von einem Lektor geprüft wurden. Trotz dieser Kritik ist seine Rezension insgesamt positiv und lobend.
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