Hans-Werner Schütt

Auf der Suche nach dem Stein der Weisen

Die Geschichte der Alchemie
Cover: Auf der Suche nach dem Stein der Weisen
C.H. Beck Verlag, München 2000
ISBN 9783406466380
Gebunden, 602 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

"Was ist die Alchemie?" So alt diese Frage auch sein mag, alle Versuche, darauf eine umfassende und erschöpfende Antwort zu geben, blieben bisher unbefriedigend. Der Grund hierfür liegt in der ungeheuren Vielfalt der Traditionen, Quellen und Überzeugungen, aus der die Alchemie schöpft. Hans-Werner Schütt verzichtet deshalb darauf, eine endgültige Geschichte der Alchemie präsentieren zu wollen. Vielmehr bietet er einen ebenso profunden wie verständlichen Einblick in das Denken und Tun der seit jeher geheimnisumwitterten Alchemisten und ihrer Wissenschaft. Die Alchemie war - und ist es wohl bis heute - ein nahezu unlösbares Rätsel der Wissenschaftsgeschichte. Soviel steht jedenfalls fest: Die Alchemie ist weit mehr als die esoterische Kunst, gewisse Materialien zu höherem Sein zu veredeln, wie sie auch keine primitive Vorstufe der heutigen Chemie ist. Sie ist vielmehr der überaus filigrane und komplexe Versuch, die tiefsten Zusammenhänge der Welt, ihren religiösen Sinn und ihre philosophische Bedeutung abzubilden und zu begreifen. Philosophie und Psychologie hinzuziehend, sich Anekdoten, Quellen und historischer Forschungen gleichermaßen bedienend, bietet Hans-Werner Schütts Geschichte der Alchemie eine abwechslungsreiche und gut lesbare Darstellung des häufig verkannten Versuchs, den Zusammenhang von Mensch, Natur und Kosmos zu verstehen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.11.2000

Was genau die Alchemie ist, darauf kann auch Hans Werner Schütt keine eindeutige Antwort geben, stellt der Rezensent fest. Dafür aber erzählt er ihre Geschichte von den (mutmaßlichen) Anfängen in Ägypten und Griechenland über das frühe und die "Hoch-Zeit" der Kunst im späten europäischen Mittelalter, die Glanzzeit an den Fürstenhöfen bis zum Niedergang im 18. Jahrhundert, als die Alchemie von ihrer prosaischen Schwester, der Chemie, zur "Betrügerkunst" degradiert wurde. Er erzählt diese Geschichte, so urteilt der Rezensent Udo Benzenhöfer, über weite Strecken "kurzweilig, in manchen Abschnitten geradezu spannend", wenngleich nicht erschöpfend, aber das war, wie man erfährt, auch nicht angestrebt. Vor allem ins Kapitel über Paracelsus habe sich zwar manche Ungenauigkeit eingeschlichen, das ändert aber nichts daran, dass der Rezensent das Buch insgesamt für eine "fundierte" Darstellung hält.

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