Inflation und kein Ende in Sicht Die Inflation liegt auf dem höchsten Wert seit Jahrzehnten. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich in Wellen weiter aufschaukelt. Die EZB könnte diese Entwicklung nicht mehr bremsen. Einkommen und Vermögen der unteren Mittelschicht würden erodieren, erhebliche politische Konsequenzen nicht mehr auszuschließen. Hans-Werner Sinn analysiert die europäische Geldpolitik und warnt eindringlich vor den Folgen.Das Wirtschaftsbuch der StundeFinanzkrise, Eurokrise und zuletzt Corona haben der EU schwer zu schaffen gemacht. Zur Überwindung versuchte die EZB mit Rettungsschirmen, Konjunkturpaketen und Staatsanleihekäufen den Euroraum auf Kurs zu halten. Die Folgen: Nullzinsen, immense Staatsverschuldung und eine wachsende Inflation.Staatsverschuldung, Negativzinsen, Inflation - ein giftiger Cocktail Die Schulden der Euroländer sind in den letzten 15 Jahren explodiert. Die Geldmenge hat sich versiebenfacht, und die Zinsen sind in den Keller gerauscht. Das belastet nicht nur die Sparvermögen der Kleinsparer. Es droht zusätzlich eine Zombifizierung der Wirtschaft, wie das Beispiel Japan zeigt. Und noch dramatischer: Es schürt eine enorme Inflationsgefahr.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2025
Rezensent Uwe Wagschal ist zwar wie Hans-Werner Sinn ein Kritiker der steigenden Staatsverschuldung in Deutschland, dennoch ist er mit den hier vorliegenden Analysen nicht wirklich einverstanden. Sinn richtet sein Augenmerk, lernen wir, auf die Regelverletzungen der Politik insbesondere hinsichtlich der Maastricht-Kriterien, die dazu führen, dass die Schulden unverhältnismäßig steigen, dito die Inflation. Wagschal gefällt nicht, dass Sinns Analyse sich auf die sogenannten "drei K" - Kriege, Krisen, Konjunktur - beschränkt und die zentralen demografischen Faktoren außer Acht lässt. Nach Meinung des Kritikers ist die Überalterung der Gesellschaft ein derart großes Problem für die Staatsfinanzen, dass die fiskalische Lage in der Tat noch viel schlimmer ist, als Sinn meint.
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