Hansjürg Saager, Werner Vogt

Schweizer Geld am Tafelberg

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und Südafrika zwischen 1948 und 1994
Cover: Schweizer Geld am Tafelberg
Orell Füssli Verlag, Zürich 2005
ISBN 9783280060063
Gebunden, 254 Seiten, 32,80 EUR

Klappentext

Schweizer Firmen als bereitwillige Stützen des Apartheidregimes? Aktuelle Sammelklagen gegen Unternehmen, die mit Südafrika Handel trieben, erwecken auch noch viele Jahre nach dem Ende der Apartheid diesen Eindruck in der Öffentlichkeit. Hansjürg Saager und Werner Vogt stellen nicht nur die Geschichte Südafrikas sowie die Entstehung und Entwicklung der Apartheid dar, sondern sie fragen: Wo stand da die Schweiz? Schweizerische Unternehmer und Unternehmen in Südafrika haben die wirtschaftliche Entwicklung Südafrikas stark mitgeprägt. Die Antwort der Autoren fällt differenziert aus.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.10.2005

Durchaus aufschlussreich findet der "ach." zeichnende Rezensent Hansjürg Saagers und Werner Vogts Buch über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Südafrika zwischen 1948 und 1994. Allerdings geht ihm das Bestreben der Autoren etwas zu weit, das Engagement schweizerischer Firmen und Einzelpersonen im Südafrika der Rassentrennung zu rechtfertigen und der Wirtschaft und deren Wachstum eine entscheidende Rolle bei der Untergrabung des Apartheidsystems zuzuschreiben. In diesem Zusammenhang hätte er sich einen differenzierteren Blick auf die Überwindung der Apartheid gewünscht. Und so hält er den Autoren eine "apologetische Überhöhung" des Beitrags der Wirtschaft bei der Einführung demokratischer Verhältnisse in Südafrika vor. Wie er darlegt, waren wesentliche Aspekte der Apartheid lange vor deren formeller Abschaffung ausgehöhlt worden. Der Rezensent hält fest, dass die Autoren nicht nur die Aktivitäten von Schweizer Firmen nachzeichnen, sondern auch die handelnden Personen in deren Familien- und Privatleben vorstellen. Hier frönen die Autoren seines Erachtens einem "Biografismus", der bisweilen fast komisch wirkt, etwa sie von Details aus der Militärdienstzeit der Protagonisten erzählen. Zudem moniert er zahlreiche grammatikalische Fehler und stilistische Unschönheiten, die die Freude an der Lektüre des "sonst anregenden Buches" trübten.
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