Erwachsene Geschwister berichten erstmals nicht nur über das Drama und die Ernsthaftigkeit ihrer Kindheit, sondern auch über das Besondere und Einzigartige - und darüber, was das Aufwachsen mit einem außergewöhnlichen Menschen für ihr Leben bedeutet hat.
Wolfgang Müller, Elfenspezialist und, wie er berichtet, gelegentlich auch Darsteller in Talk- oder Politshows von Christoph Schlingensief, legt keine klassische Rezension dieses Buches vor. Aber er gibt eine Leseempfehlung ab, die offensichtlich auf den Umstand zurückzuführen ist, dass er bei einer Lesung dieses Buchs, und zwar im Dresdener Hygiene-Museum, zugegen war. Was wiederum kein Zufall sein kann, da er zuvor bei Schlingensief auf Schauspieler getroffen ist, die behindert waren. So wie Bobby Brederlow, der laut Müller mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen ist und kürzlich zum Hauptdarsteller in einer Fernsehproduktion neben Senta Berger avancierte. Das Interessante an diesem Buch, so Möller, sei gerade nicht die Geschichte von Bobby selbst, sondern dass Geschwister ihr Leben mit einem behinderten Geschwisterkind zu Protokoll gäben. Die Herausgeberin habe dabei einen weiten Bogen von der Nachkriegszeit bis in die heutige Zeit gespannt.
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