Beziehungen mit Nähe und Sexualität zu leben, ist für Menschen mit Behinderung äußerst schwierig. Kontakt aufnehmen - gängiges Schönheitsideal - Orte für Intimität - erotische Hilfsmittel - sind nur einige Themen, die alle interessieren, über die aber nie offen gesprochen wird. Dieses elementare Bedürfnis behinderter Menschen hat das Buch zum Thema. Es greift dies facettenreich auf - mit Tipps und Kontaktadressen. Im Band geht es nicht nur um erotische Spielarten, letztlich geht es um die weitgehende Selbstbestimmung des behinderten Menschen und zwar in jeglicher Hinischt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 18.07.2003
Sehr vielversprechend findet Rezensentin Stefanie Gödeke-Kolbe den offenen Umgang mit dem Thema Sexualität behinderter Menschen in dem Sammelband "Behinderte Sexualität - Verhinderte Lust?". Mehrere Autoren äußern sich darin zu den verschiedenen Inhalten des gleichnamigen Behindertenkongresses, der 2000 in Nürnberg stattfand. Die Rezensentin steht einer Veränderung der Rechtslage, die "Prostitution als moderne Dienstleistung gegen Entgelt" zu akzeptieren, durchaus wohlwollend gegenüber. Auch den Ausbildungsberuf als Sexualbegleiterin und Sex auf Krankenschein findet sie realistisch. Daneben versammelt der Band noch Beiträge zu sexuellen Hilfsmitteln, Video-Aufklärungsmaterial und Erotikverstärker, Aids, Impotenz, Rechtsansprüche, Therapie und Sexualethik, informiert unsere Rezensentin.
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