In leichtfüßig schwebenden Versen führen Heinrich Deterings poetische Schattenbeschwörungen in eine Wirklichkeit, die zugleich ganz gegenwärtig und unheimlich verfremdet erscheint. Heinrich Deterings neue Gedichte führen in traumwandlerische Gegenden - nicht alle davon sind auf der Landkarte zu finden. Schattenhaft erscheinen die Spuren steinzeitlicher Horden und vergessener Zauberer auf Höhlenwänden. Märchengestalten, Wiedergänger und Wundertiere geistern durch das Dämmerlicht der Sehnsuchtsbilder und Alpträume.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2023
Rezensentin Beate Tröger hat sich verguckt in das denkende und sprechende Ich in Heinrich Deterings neuen Gedichten. Wie Detering "feingefügt" Übergangsbereiche auslotet und das Vergebliche des Menschseins ergründet, findet Tröger hinreißend. Auch die biblischen Verweise in den Texten über Schuld regen die Rezensentin zum Nachdenken an. Und wenn Detering sein sprechendes Ich in eine apokalyptische Landschaft versetzt, spürt Tröger noch wohlwollend die "fast meditative Stille".
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