Aus dem Dänischen übertragen und kommentiert von Heinrich Detering. Andersens "Gedichtsammlung in Prosa" hat seit 1840 Leser in aller Welt verzaubert. In 33 Miniaturen erzählt es davon, wie der Mond allabendlich einen jungen Maler besucht und ihm von dem erzählt, was er auf seinen Reisen erlebt hat. Heinrich Detering gesellt in seiner kommentierten Neuübersetzung diesem literarischen Experiment einige verwandte Texte des Autors hinzu: Ein Hauptwerk des Märchendichters ist wieder zu entdecken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.04.2009
Dass Heinrich Detering Hans Christian Andersens "Bilderbuch" im Nachwort mit Baudelaire vergleicht, kann Peter Urban-Halle durchaus nachvollziehen. Für ihn ist der Mond, der dem armen Maler von den Dingen erzählt, die er so zu sehen bekommt, tatsächlich ein Voyeur. Ganz harmlos findet der Rezensent das nicht, aber auch nicht skandalös. Andersens Humor steht davor und die für Urban-Halle spürbare Trauer über soziale und moralische Ungerechtigkeiten. Dass die Miniaturen ihren eigenen Zauber haben, ist laut Rezensent der Meisterschaft des Autors zu verdanken, Idyll und Realismus miteinander zu verschränken. Heinrich Deterings Übersetzung kommt dem Rezensenten übrigens genauer vor, aber auch eckiger als die andere aktuelle Ausgabe des Textes von Ulrich Sonnenberg.
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