Mit 40 Fotos aus dem Privatarchiv Heinz Bachmanns. Heinz Bachmann, der 13 Jahre jüngere Bruder, war seiner Schwester Ingeborg ihr Leben lang verbunden. Er kannte sie wie sonst niemand, auch als sie längst zur berühmten Dichterin geworden war. Sie liebte ihren Bruder und wollte ihm die Welt zeigen, nachdem sie früh aus Klagenfurt fortgegangen war. Nun legt Heinz Bachmann einen sehr persönlichen Band vor, in dem er aus dem gemeinsamen Leben erzählt, von Wien und Paris bis nach Zürich und Rom. Ingeborgs tragischer Unfalltod und die Trauer, die die ganze Familie erfasste, kommen ebenso zur Sprache wie ihre Dichterfreunde und ihr Schreiben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.10.2023
Für den Rezensenten Andreas Bernard ist dieses Buch von Heinz Bachmann so etwas wie "erinnerungspolitischer Balsam" - und das meint der Kritiker keineswegs positiv. Zwar liest der durchaus bewegt, wie der inzwischen 84-jährige Geophysiker sich an die Schwester erinnert, freundlich, in schlichten Worten und mit einigen bisher nicht bekannten Informationen. Wenn Bachmann die gemeinsame Kindheit rein idyllisch und harmonisch ausmalt, will der Kritiker ihm nicht auf den Leim gehen. Dass am Schicksal der "zerrissenen" Dichterin allein Max Frisch, den der Autor als "oberflächlichen Egomanen" zeichnet, Schuld sein soll, scheint dem Rezensenten doch ein wenig einseitig.
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