Im Werk Gustav Mahlers, eines der objektiv bedeutendsten Komponisten, schockierte die Fremdheit des Bekannten, welches genug unassimilierte Substanz enthielt, um die herrschende Kultur selbst noch unwillkürlich ihrer Unwahrheit zu überführen.Die Beiträge von Carl Dahlhaus, Janina Klassen, Oliver Fürbeth, Berthold Tuercke und Jürgen Rothkamm analysieren u. a. Mahlers materiales Komponieren als Kompendium einer neuen Musik und bieten eine neue Entschlüsselung des zweiten der "Kindertotenlieder".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.03.2000
Der Autor mit dem Kürzel "rur." weist in einer Kurzrezension bei diesem thematischen Zeitschriftenband vor allem auf den Beitrag von Jörg Rothkamm hin, der ausführliche Darlegungen zur Datierung von Gustav Mahlers zehnter Sinfonie biete. Ferner finde man anregende Beiträge zu den "Kindertotenliedern". Bei dem Beitrag von Carl Dahlhaus über Mahlers "rätselhafte Popularität" handele es sich um eine Wiederveröffentlichung eines Aufsatzes von 1972.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…