Im Werk Gustav Mahlers, eines der objektiv bedeutendsten Komponisten, schockierte die Fremdheit des Bekannten, welches genug unassimilierte Substanz enthielt, um die herrschende Kultur selbst noch unwillkürlich ihrer Unwahrheit zu überführen.Die Beiträge von Carl Dahlhaus, Janina Klassen, Oliver Fürbeth, Berthold Tuercke und Jürgen Rothkamm analysieren u. a. Mahlers materiales Komponieren als Kompendium einer neuen Musik und bieten eine neue Entschlüsselung des zweiten der "Kindertotenlieder".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.03.2000
Der Autor mit dem Kürzel "rur." weist in einer Kurzrezension bei diesem thematischen Zeitschriftenband vor allem auf den Beitrag von Jörg Rothkamm hin, der ausführliche Darlegungen zur Datierung von Gustav Mahlers zehnter Sinfonie biete. Ferner finde man anregende Beiträge zu den "Kindertotenliedern". Bei dem Beitrag von Carl Dahlhaus über Mahlers "rätselhafte Popularität" handele es sich um eine Wiederveröffentlichung eines Aufsatzes von 1972.
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