Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.05.2000
Kurt Oesterle scheint besonders angetan zu sein von dem kindlichen Blickwinkel, aus dem der Autor seine Berliner Kinderzeit von 1935 bis 1944 (als dritten Teil seiner Autobiografie) schildert. Dadurch seien diese Erinnerungen frei von "nachträglichen Überzeichnungen und Ausschmückungen", stellt Oesterle anerkennend fest. Die Stärke des Buches sieht der Rezensent darüber hinaus vor allem darin, dass das Kind ganz alltägliche Dinge beobachtet, ohne dabei natürlich den politischen Hintergrund wirklich erfassen zu können. Als Beispiel dafür nennt er die Verwunderung des Jungen über die "festliche Pflicht zum Schunkeln", was ihn an Betrunkene denken ließ, die sich auf diese Weise gegenseitig abstützen wollen. Verglichen mit Walter Benjamins Berliner Erinnerungen ("Berliner Kindheit um Neunzehnhundert") sei der Ton Knoblochs zwar etwas rauher, aber "nicht weniger reizvoll", so Oesterle.
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