In ihrem neuen Band "Liebe Stimme" erzählt Helen Meier die Geschichten von Frauen und Männern mit weit aufgerissenen Herzen. Sie werden geplagt von der Pein der Liebe. Sie brechen aus ihrem bisherigen Leben aus oder geben sich einfach ihren Träumen hin, aus denen sie nur allzu gerne wieder erwachen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2000
Elsbeth Pulver begegnet der Autorin in ihrer Rezension mit großer Bewunderung und Respekt. Dass die Figuren in diesen kurzen Geschichten den typischen "Helen-Meier-Sound" haben, erklärt sie damit, dass Meier, ähnlich wie Robert Walser, immer an dem gleichen "Ich-Buch" arbeitet. Akzeptiert man dies, wird man laut Pulver, fürstlich belohnt. Das Tempo sei schneller geworden und so werde man noch heftiger in den "Sprachstrom" der Figuren hineingerissen. Die Geschichten konzentrierten sich noch "entschiedener auf die Situation" als frühere Erzählungen. Und auch die Art, wie Meier ihre "Kardinalthemen", Tod und Liebe, "aneinander geschmiedet" hat, lobt die Rezensentin. Meier beschreibe Todesfurcht, wie sie nur das Alter kennt: Nicht als Angst vor dem eigenen Tod, sondern als "Angst vor dem Verlust geliebter Menschen".
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