Kurt Marti

Hannis Äpfel

Gedichte aus dem Nachlass
Cover: Hannis Äpfel
Wallstein Verlag, Göttingen 2021
ISBN 9783835338937
Gebunden, 90 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Guy Krneta. Mit einem Nachwort von Nora Gomringer. Bisher unveröffentlichte Gedichte aus dem Nachlass Kurt Martis, die zeigen, wie aktuell sein Werk heute noch ist.Die späten Gedichte von Kurt Marti drehen sich um die "letzte Zeit auf Erden": Altersgebrechen, das Fehlen der Geliebten, Warten auf den Tod. Aphoristisch knapp, sprachspielerisch und lakonisch sind Martis Verse. Er betrachtet, wundert sich, denkt nach, klopft die Wörter ab.Auch im Langgedicht "Hanni", das der Dichter für sich und seine Nächsten schrieb, hadert er nicht mit dem Tod. Er hadert mit dem Verlassensein. Und tröstet sich damit, dass der Geliebten wenigstens dieses erspart blieb. "Hanni" ist ein berührendes Zeugnis einer lebenslangen Liebe, voller "Zärtlichkeit und Schmerz". Hier findet die persönliche Erfahrung eine gültige, offene Form.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.01.2021

Rezensent Roman Bucheli scheint gerührt von den nachgelassenen Liebesgedichten des streitbaren Schweizer Theologen Kurt Marti. Dass Marti ein Mann des geschliffenen Wortes war, wusste Bucheli, auch dass er dichten konnte. Martis Texte auf seine verstorbene Frau aber verblüffen Bucheli mit ihrer Zartheit, die den innersten Schmerz des Verfassers offenbaren, ohne die Spur peinlich oder indiskret zu sein. Ins Gedicht verwandelte Trauer sieht so aus, meint Bucheli.