Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.06.2005
Der mit "mau" zeichnende Rezensent wirkt angesichts der Bilder Hellen van Meenes recht beglückt. Sie habe weit mehr als nur "Porträts" geschaffen, sondern "Seelenbilder, Märchentableaus, Traumsentenzen", und zwar in technischer Perfektion. Van Meenes Motive seien junge Mädchen und Frauen, deren adoleszenten "Schwebezustand" zwischen den Reifegraden sie mit einer weichen Licht- und Farbgebung einfange. Fotografien, von denen nahezu magische Energie auszugehen scheint, so der knappe Eindruck, den die leider sehr kurze Rezension vermittelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.01.2005
Nachdenklich und etwas ratlos haben Hellen van Meenes Fotografien Ulf Erdmann Ziegler zurückgelassen. Meene bildet jugendliche Mädchen ab - "Mädchen, die so offensichtlich mit sich selbst kämpfen, dass man sich fragt, warum sie sich entschlossen haben, dem Dialog eines Porträts standzuhalten" - und setzt dabei auf die eigentlich unzeitgemäße Form der "szenischen Inszenierung". Ziegler hat beim Betrachten der Adoleszenzpersiflagen eine Agression gespürt - doch "gegen wen oder was"? "Man denkt an die einsamen Mädchen Edvard Munchs", schreibt er und fährt fort: "Deren Einsamkeit nicht als persönliche, sondern als philosophische darzustellen, das ist die Kunst." Ob es hier gelungen ist, lässt er offen.
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