Helmut Heißenbüttel (1921-1996) sah in Lichtenberg einen Denker, der Erkenntnisse gewann, die ihre volle Bedeutung erst im 20. Jahrhundert erreichen sollten. Nicht zuletzt aus der Beschäftigung mit Lichtenberg gewann Heißenbüttel entscheidende Impulse für seine Vorstellung von Literatur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.04.2007
Alexander Kosenina macht es kurz: In Helmut Heißenbüttel habe Lichtenberg einen "kongenialen Leser" und Deuter, der seine Modernität nachweist. Das Zentrum von Heißenbüttels Faszination für Lichtenberg erkennt Kosenina in dessen vergleichsweisem "literarischem Unvermögen", wobei die hier versammelten zehn Essays am Assoziationsvermögen und der analytischen Deutungslust Lichtenbergs offenbar keinen Zweifel lassen. Immerhin, so lässt uns Kosenina wissen, stellt der Autor seinen Helden Goethe, Kafka und Uwe Johnson an die Seite. Doch eben nur als Träumer.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…