In präzisen und unterhaltsamen Beiträgen über die Deutsche Literatur von Lichtenberg bis Freud, von E.T.A. Hoffmann bis Ingeborg Bachmann und Elfriede Jelinek, von Goethe bis Kafka und Heiner Müller macht Peter von Matt anschaulich, warum die Literatur im Leben so wichtig ist.
Mit viel Vergnügen hat Rezensent Klaus Harpprecht diese Essays zur deutschen Literatur gelesen und bescheinigt ihrem Autor, ein brillanter Stilist zu sein, dessen Stil "hellwache Leser" fordere. Denn so kurzweilig die Reden und Aufsätze dieses Bandes auch seien: sie seien bei aller Heiterkeit doch so komplex und gelehrt, dass sie oft mehrfach gelesen werden wollten. Das Themenspektrum reicht Harpprecht zufolge von Cicero, Lichtenberg über Faust und Karl Kraus bis hin zu Peter von Matts eigenem philosophischem Gewissen und bilden einen fantastischen Ritt durch die Geisteslandschaften der deutschen Literatur. Auch nahm der Rezensent die Einladung manchen Textes zum Weiterdenken und -spinnen gerne an.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2007
Höchst anregend scheinen Rezensent Friedmar Apel diese Essays zur deutschen Literatur, die der Zürcher Literaturwissenschaftler Peter von Matt vorgelegt hat. Die Aufsätze zeugen in seinen Augen von einem unkonventionellen, freien Zugang zur Literatur und von großer Leidenschaft bei der Interpretation. Er bescheinigt Matt nicht nur einen glänzenden Stil, sondern auch die Fähigkeit, dem Leser selbst ältere und abseitige Texte lebendig vor Augen zu führen und nahe zu bringen. Apel stößt dabei immer wieder auch auf verblüffende Einsichten. Nicht zuletzt hält er dem Autor auch zugute, sich gern auf einen produktiven Streit einzulassen und sich nicht auf das "Argumentieren auf der sicheren Seite" zurückzuziehen.
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