Helmut Koopmann

Schillers Leben in Briefen

Cover: Schillers Leben in Briefen
Hermann Böhlaus Nachf. Verlag, Weimar 2000
ISBN 9783740011079
Gebunden, 602 Seiten, 39,88 EUR

Klappentext

Schiller war ein geradezu freudiger und nie zu erschöpfender Briefschreiber. Er unterhielt eine fast lebenslange Brieffreundschaft mit Christian Gottfried Körner: Diese Korrespondenz ist ein jahrzehntelanger Kommentar zu Schillers Leben und Werken. Bedeutsamer noch ist sein Briefwechsel mit Goethe: Dort wird die klassische Kunsttheorie entwickelt, werden die im Entstehen begriffenen Werke kritisch kommentiert und durchgesprochen. Die scharfe briefliche Auseinandersetzung mit dem Philosophen Fichte ist von gegenseitigem Verkennen und gleichzeitig von fördernder Selbsterkenntnis bestimmt. Und schließlich sind die Privatbriefe an die Schwestern Lengefeld nicht zu vergessen, die Schillers Persönlichkeit deutlich werden lassen. Helmut Koopmann gliedert die Briefe in einzelne Komplexe mit den wichtigsten Briefpartnern und bindet jeden Briefkomplex in einen Essay ein, der die Zusammenhänge erläutert, die Briefe auswertet, Schwerpunkte hervorhebt und den Stellenwert des jeweiligen Briefwechsels im gesamten Brief-Oeuvre Schillers begründet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.04.2005

Als günstige Alternative zur zweibändigen Klassiker-Ausgabe kann Rezensentin Ursula Homann diese Version der Schiller-Korrespondenz besten Gewissens empfehlen. Wenn auch die Anzahl der enthaltenen Briefe und der Kreis der Adressaten im Vergleich zur Klassiker-Ausgabe deutlich reduziert sei, fühlt sich die Rezensentin durch die Kommentare und Erläuterungen des Herausgeber Helmut Koopmann durchaus entschädigt. Die findet Homann nämlich ausführlicher und stringenter geraten als in der großen Vergleichspublikation, und sie gaben ihr eine "lebendig, authentische" Darstellung" der von Schiller gepflegten Freundschaften.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.07.2001

Ein wenig steif und auch inhaltlich nicht ganz vollständig findet der Rezensent mit dem Kürzel W.L. diese Sammlung von Briefen. Und neue Erkenntnisse über die Person Schillers vermitteln sich hier auch nur wenige, auch wenn der Germanist Helmut Koopmann den Lesern den Menschen Schiller nahe bringen möchte - das vermutet zumindest der Rezensent. Trotzdem fällt sein Gesamtfazit einigermaßen positiv aus, er lobt die "konzisen Einleitungen", die den Kapitel voranstehen und bezeichnet die Lektüre des Bandes als lohnenswert.

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