Helmut Kraussers Gedichte spielen auf allen Feldern der Lyrik. Ihm gelingt die lässige Beschreibung einer Straßenszene wie das sehnsüchtige Liebesgedicht, das Aufblitzen eines Sprachspiels ebenso wie Zeilen von schönem Ernst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.2008
Im vierten Lyrikband von Helmut Krausser hat Wulf Segebrecht nichts gefunden, was für die "Ewigkeit" reichen würde, dafür umso mehr Skatologisches und "harmlose" Wortspielereien. Bei den meisten Gedichten allerdings handelt es sich gerade mal um "Gymnasiastenulk", befindet der Rezensent knapp, wobei er feststellt, dass sich Krausser dabei mitunter auch bei Robert Gernhardt bedient, den er als einen der wenigen bedeutenden Lyriker gelten lässt. Wenn überhaupt, dann überzeugen am ehesten die nicht aufs Sensationelle oder Schockierende zielenden Gedichte, so der Rezensent. Da vom vorliegenden Werk jedoch nichts in Stein gehauen werden müsse, ist er bereit, noch ein bisschen zu warten, bis von Krausser die Verse erscheinen, die Bestand haben werden.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…