Helmut Kraussers Gedichte spielen auf allen Feldern der Lyrik. Ihm gelingt die lässige Beschreibung einer Straßenszene wie das sehnsüchtige Liebesgedicht, das Aufblitzen eines Sprachspiels ebenso wie Zeilen von schönem Ernst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.2008
Im vierten Lyrikband von Helmut Krausser hat Wulf Segebrecht nichts gefunden, was für die "Ewigkeit" reichen würde, dafür umso mehr Skatologisches und "harmlose" Wortspielereien. Bei den meisten Gedichten allerdings handelt es sich gerade mal um "Gymnasiastenulk", befindet der Rezensent knapp, wobei er feststellt, dass sich Krausser dabei mitunter auch bei Robert Gernhardt bedient, den er als einen der wenigen bedeutenden Lyriker gelten lässt. Wenn überhaupt, dann überzeugen am ehesten die nicht aufs Sensationelle oder Schockierende zielenden Gedichte, so der Rezensent. Da vom vorliegenden Werk jedoch nichts in Stein gehauen werden müsse, ist er bereit, noch ein bisschen zu warten, bis von Krausser die Verse erscheinen, die Bestand haben werden.
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