Die Wirtschaftspolitik in Deutschland und Europa ist in den vergangenen Jahren zunehmend in eine Schieflage geraten. Die offenkundige Krise ist auf einen Verlust an ordnungspolitischer Orientierung sowohl in der Wissenschaft als auch in der täglichen Wirtschaftspolitik zurückzuführen. Eine marktwirtschaftliche Ordnung bedarf der ethischen Begründung und ordnungskonformer Rahmenbedingungen. Dies gilt für die nationale Ordnung ebenso wie für die internationale Integration in die Europäische Union und die Weltwirtschaft. In dem vorliegenden Band werden ordnungspolitische Grundlagen diskutiert und gezielt aktuelle Fehlentwicklungen aufgegriffen. Zugleich sollen Diskussionsanregungen geliefert werden, um zu einer marktwirtschaftlichen Erneuerung zu gelangen. In diesem Sinne wird Ordnungsökonomik als wissenschaftliche und politische Aufgabe verstanden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.04.2006
Große Zustimmung bekundet Rezensent Gerd Losehand zu diesem Sammelband über die Relevanz der traditionellen deutschen Ordnungsökonomik. Die zwanzig Aufsätze des Bandes belegen für Losehand die Bedeutung der Ordnungsökonomik im Blick auf die aktuelle ökonomische und politisch-ethische Situation auf deutscher und internationaler Ebene. Wie er berichtet, fallen die Beiträge überwiegend skeptisch aus. Besonders lobt er die "düsteren Analysen" von Hans Willgerodt und Walter Hamm, die seines Erachtens verdeutlichen, "was absurde Sozialpolitik und sogenannt politischer Pragmatismus aus Deutschlands sozialer Marktwirtschaft inzwischen gemacht haben". Überwiegend kritisch betrachteten die Autoren auch die Europapolitik. Die Hauptgefahr sieht Losehand hier in der "Gleichschaltung der ökonomischen Nationalkulturen" durch die Europakommission.
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