Die Entzauberung der Demokratie hat eine systemgefährdende Qualität erreicht. Globalisierung, Wissensgesellschaft und organisierte Komplexität heißen die Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Thema dieses Buches ist die Transformation der Demokratie in dieser Epoche der Konfusion. Konfusionen entstehen aufgrund der kognitiven Überforderung von Personen und Organisationen sowie der Vermischung unterschiedlicher Ebenen und Realitäten in einer kommunikativ globalisierten Welt. Abhilfe verspricht ein differenziertes Modell von Demokratie, das die Delegierung von Aufgaben an kompetente Institutionen ernst nimmt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.03.2015
Aufmerksam, interessiert und doch mit wachsender Distanz hat Rezensent Wolfgang Streeck Helmut Willkes "Demokratie in Zeiten der Konfusion" gelesen. Er folgt dem Politikwissenschaftler hier bei seinen Überlegungen zu einer problemlösungsorientierten Demokratie, welche die Gesellschaft als Ganzes betrachtet, vor allem aber Konfusion, also Nichtwissen und Globalisierung, bekämpft. Der "Ignoranz" und "kognitiven Überforderung" der meisten Menschen setzt Willke hier beispielsweise "materialistische Entscheidungskompetenz" und Spezialistenwissen entgegen, berichtet der Rezensent. Im Laufe der Lektüre stört sich der Kritiker zunehmend an Willkes systemtheoretischen Ansatz, dem er nicht viel mehr als "treuherzige Hoffnungen" entnehmen kann. Und so bleibt der Rezensent schließlich mit dem Wunsch nach ein wenig mehr Interessen-, Klassen- und Machttheorie zurück.
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