Henryk M. Broder verteidigt das gute alte Europa der Freiheit und Vielfalt. In "Die letzten Tage Europas" beschreibt Henryk M. Broder die Tragödie, wie aus der großen europäischen Idee eine kleinteilige, Europa in Frage stellende Ideologie geworden ist. Mit einem brandgefährlichen Hang zur totalen Bevormundung von allem und jedem.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2013
Provokant und witzig findet Rezensent Joachim Jahn, was Henryk M. Broder hier über den Wasserkopf in Brüssel schreibt, der immer neue Reglementierungen und Bevormundungen europäischer Bürger ausheckt, wie Jahn lernt. Für Brüssel-Gegner also, schreibt er, ist das Buch eine Fundgrube der Absurditäten. Jahn selbst erschauert allerdings mitunter angesichts des von Broder manchmal vereinfacht, dann wieder höchst treffend dargestellten EU-Pathos und seiner haarsträubenden Resultate. Broders Wunsch nach einem Moratorium zum Nachsinnen über die europäische Einigungswut hält der Rezensent für fromm, denn einen Nationalisten kann er im Autor beim besten Willen nicht erkennen.
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