Aus dem Französischen von Annika Wisniewski. Als Georges Benoît-Jean, ein Comiczeichner in einer Schaffenskrise, die Einladung erhält, an einer Expedition in den Nordosten Grönlands teilzunehmen, erhofft er sich neue Inspiration für ein kommendes Buch. Er sagt spontan zu.
An Bord des Segelschiffs Aurora trifft er sein Idol, den norwegischen Schriftsteller Jørn Freuchen, der Georges unter seine Obhut nimmt. Aber Freuchen hat ganz eigene Interessen, die er während der Reise verfolgt. Hauptsponsor der Expedition ist der finnische Maler, Bildhauer und Performance-Künstler Ville Hakkola, ein verschrobener Perfektionist, dessen riesige Installation auf einem Gletscher den Höhepunkt der Reise darstellen soll. Doch Hakkolas zunehmende Angst vor Sabotage wird für die Mitreisenden immer mehr zur Zerreißprobe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.09.2017
Der hier rezensierende Autor Uwe Tellkamp hat an Hervé Tanquerelles Comic seine Freude. Denn er hat nicht nur was für Abenteuer- und Seefahrtsgeschichten übrig, sondern auch für Tanquerelles auf der Bildebene verhandelte Hommage an Hergé und dessen Stil. Vor allem aber fasziniert den Rezensenten, wie der Autor eigenen Erlebnisse einer Grönland-Passage mit Fantastik kreuzt. Grandiose Naturbilder und eine spannende wie auch komische Geschichte halten Tellkamp bei der Stange.
Geschickt, meint Rezensent Ralph Trommer, wie Hervé Tanquerelle den Comic-Autor Hergé in diesem eher handlungsarmen Comic kopiert. Stil und Reiseabenteuer-Motiv kennt Trommer aus Hergés Tim-und-Struppi-Abenteuern. Dass Tanquerelle mit seiner Geschichte einer Grönland-Reise nicht an die Raffinesse seines Vorbilds heranreicht, kann Trommer verschmerzen. Die lebensnahen Figuren, stimmungsvollen Bilder und die Authentizität der Geschichte helfen ihm dabei.
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