Das Historische Lexikon der Schweiz ist das erste Nachschlagewerk im Bereich der Schweizer Geschichte seit Victor Attingers Historisch-Biografischem Lexikon aus den 1920er und 1930er Jahren. Das HLS vereint vier Kategorien von Artikeln: Biografien, Familienartikel, Ortsartikel und Sachartikel. Die Länge der Artikel ist unterschiedlich bemessen: Die Spanne reicht von kurzen Biografien von wenigen Zeilen bis hin zu vielspaltigen Übersichtsartikeln, die ein Thema umfassend und vertieft darstellen. Jeder Artikel endet mit Angaben zu weiterführender Literatur oder verweist auf wichtige Archive und Quellen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.02.2006
Auch mit dem vierten Band des Historischen Lexikons der Schweiz ist aus Sicht des ansonsten zufriedenen Rezensenten Thomas Maissen nicht ausreichend geklärt, warum das Bündnis der Eidgenossen so lange gehalten hat. Sowohl im "souveränen" Überblicksartikel wie auch im Eintrag "Freiheit" werde die schweizerische Freiheitsliebe als ein wesentlicher Grund angegeben. Der Rezensent hält dieses "populäre Argument" allerdings für zumindest ergänzungsbedürftig und verweist auf einen nicht zu unterschätzenden Zusammenhalt dank einer "feindlichen Stigmatisierung als sodomitische Kuhgehyer". In dieser Hinsicht brächten auch die Einträge "Ehre" und "Duell" einige Schweizer Besonderheiten ans Licht, wenn der adelige Ehrbegriff gerade durch den Zusammenhalt von Bürgern und Bauern gegen den Adel seine spezifische Notwendigkeit und Bedeutung erlangt habe. Und das "Duell" sei erst mit den Studentenverbindungen des 19. Jahrhunderts häufiger praktiziert worden, da die Eidgenossen zuvor schlichtweg nicht satisfaktionsfähig gewesen seien. Den "Facettenreichtum" der schweizerischen Geschichte sieht der Rezensent insbesondere in den Artikel zu historischen Persönlichkeiten dokumentiert. Lobende Erwähnung finden auch Einträge wie "Einkommen", "Erwerbstätigkeit" oder "Finanzplatz", die "aufschlussreiche Statistiken" enthielten.
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