Ingo Schulze

Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte …

Essays
Cover: Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte …
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2022
ISBN 9783103970432
Gebunden, 320 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Literatur und Kunst können Perspektiven verändern, der Vereinzelung entgegenwirken und dem lähmenden "Weiter so" widersprechen. Zu unterschiedlichsten Anlässen reflektiert Ingo Schulze die glückhaften wie auch die problematischen Erfahrungen von 1989/90, die unsere Welt bis heute prägen. Er beleuchtet die Konsequenzen der zunehmenden Polarisierung und Radikalisierung in allen Bereichen. Er besteht auf dem Vorrang des Gemeinwohls und einer gerechten Weltinnenpolitik. Der vorliegende Band versammelt zentrale Texte dieses kritischen und selbstkritischen Denkens.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.05.2022

Rezensentin Cornelia Geißler bekommt Gänsehaut, wenn sie Ingo Schulzes Bericht von einer Podiumsdiskussion 2016 im ukrainischen Charkiw liest. Schulzes Essays, Geschichten und Gespräche zeigen den Erzähler als kritischen Gegenwartsbeobachter, der vom Leben in zwei Systemen profitiert, meint Geißler. Wenn Schulze kritisch und selbstkritisch in Bezug auf eigene und fremde Wortwahl Ost und West betrachtet, lernt Geißler "Klischee-Fallen der öffentlichen Rede" kennen. Für die Rezensentin ganz offensichtlich eine wertvolle Lektüre.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 05.02.2022

Helmut Böttiger versteht Ingo Schulzes Essays nicht nur als Gelegenheitsarbeiten. Für ihn verbirgt sich in den Texten über Tagesaktuelles, Politik und Literatur ein Schlüssel zu Schulzes Denken und Schreiben, eine Poetik. Die Wurzeln von Schulzes kritischer Ästhetik liegen für Böttiger sichtbar in der Auseinandersetzung mit dem Sozialismus und mit der Wende. Schulzes ironische Spitzen gegen westdeutsche Geistesaristokraten wie Martin Mosebach oder den offiziellen Sprachgebrauch ("Abwrackprämie") findet Böttiger unbequem und spannend.
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