Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf. Jeden Tag machen Anna Maria Sofia und der kleine Wim einen Spaziergang. Sie nehmen immer denselben Weg. Wim ist zwar noch jung, aber trotzdem passt er auf die alte Anna auf und nicht umgekehrt. Er weiß schon eine ganze Menge über ihr Leben, sogar Dinge, die sie selbst vergessen hat. Und das sind sehr viele.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.09.2006
Dem Rezensenten Jens Thiele gefällt, wie sich die Illustratorin dieses Kinderbuchs bildsprachlich an das Thema Alzheimer und Demenz annähert, ohne dass es wirklich benannt wird. Das bedeutet auch, dass die Krankheit der alten Frau, die mit ihrem kleinen Freund Wim einen Ausflug unternimmt, keiner Bewertung unterzogen wird. Es wird offen gelassen, ob ihre Art, die Wirklichkeit wahr zu nehmen, "weniger wahr" ist. Durch die "bewusst reduzierte Bildästhetik", lobt Thiele, entstehe ein Gefühl für die "Verlorenheit der alten Frau". Gleichzeitig werde der Phantasie des Betrachters Raum gegeben.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…