Nelly, Mitte dreißig, alleinerziehend, wird von Matthew abserviert. Nun tischt sie für zahlende Mittagsgäste auf, darunter verschiedene Männer: vom ungewöhnlichen Kapitän bis hin zu einem ebenso hübschen wie patenten Elektriker. Leider ist er in Begleitung. Doch die hat eine Erdnussallergie … Es brodelt in der Mordküche: Ingrid Noll serviert zu ihrem Geburtstag eine Kriminalkomödie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2015
Die große alte Dame des deutschen Krimis scheint noch ein wenig böser als sonst, freut sich Rezensentin Rose-Maria Gropp nach der Lektüre von Ingrid Nolls neuem Buch "Der Mittagstisch". An eben jenen begibt sich die ebenso gespannte wie entzückte Kritikerin, speist mit der ich-erzählenden, sexuell ausgehungerten Mutter, Mittdreißigerin und Mörderin Nelly und ihren Gästen und kann sich trotz moralischer Bedenken nicht erwehren, Nolls neue Protagonistin in ihr Herz zu schließen. Einmal mehr überzeugt die Autorin durch Raffinesse, eine Portion Sarkasmus und die Kunst, Schuld und Sühne voneinander zu trennen, schließt die hingerissene Rezensentin.
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