Martin Suter

Allmen und die Libellen

Roman
Cover: Allmen und die Libellen
Diogenes Verlag, Zürich 2010
ISBN 9783257067774
Gebunden, 197 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Allmen, eleganter Lebemann und Feingeist, ist über die Jahre finanziell in die Bredouille geraten. Fünf zauberhafte Jugendstil-Schalen bringen ihn und sein Faktotum Carlos auf eine Geschäftsidee: eine Firma für die Wiederbeschaffung von schönen Dingen. Die Geburt eines ungewöhnlichen Ermittlerduos und der Start einer neuen Krimiserie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.01.2011

Eine "Hommage an den Serienkrimi " sieht Rezensentin Sylvia Staude in Martin Suters Kriminalroman "Allmen und die Libellen", selber Auftakt einer neuen Krimiserie. Suters Ermittlerduo - ein Dandy namens J. F. v. Allmen, weltgewandt, stilvoll, aber oft pleite, und sein Begleiter, das Faktotum Carlos - scheint ihr entzückend. Der Fall, den die beiden lösen, hat sie nicht um den Schlaf gebracht, scheint ihr Suters Version des Serienkrimis doch eher die "freundliche, charmante" zu sein. Gefallen haben ihr nicht zuletzt der elegante Stil des Autors und die genaue, flinke Zeichnung seiner mit einigen netten Marotten ausgestatteten Figuren.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.01.2011

Rezensent Ulrich Greiner kann es einfach nicht verstehen: Warum wird Martin Suter inzwischen auch von der Literturkritik gelobt? (Ein Publikumsliebling ist er eh.) "Suter kann nicht schreiben." Diesen Satz am Ende des ersten Absatzes seiner Kritik belegt Greiner dann weitere 13 Absätze lang mit Beispielen. Das Ergebnis: geschwätzige "Konfektionsprosa" für müde Pendler.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.01.2011

Ein bisschen zu entspannt geht es Rezensent Lothar Müller in Martin Suters neuer Krimiserie offenbar zu, die um den verarmten, gleichwohl immer noch auf großem Fuß lebenden Millionenerben Allmen und seinen guatemaltekischen Butler Carlos kreist. Der Schweizer Autor widersetzt sich nämlich hartnäckig dem Spannungsgebot des Genres und lenkt die "schwebende Aufmerksamkeit" seiner Leser auf allerlei Nebensächliches, stellt der Rezensent fest, der sich auch leicht über die Schonung und "Fürsorge", die der Autor seinem müßiggängerischen Protagonisten zukommen lässt, mokiert. Der macht sich daran, ein Verbrechen um fünf kostbare Jugendstilschalen und einen ermordeten Antiquitätenhändler aufzuklären, gerät dabei dank Suters Umsicht aber nie ernsthaft in Gefahr, so der Rezensent, der sich nicht sicher ist, dass auf diese Weise der Leser über weitere Fälle bei der Stange bleibt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.12.2010

Rezensent Roman Bucheli nimmt es ein wenig ergeben hin, dass sich Martin Suter, Werbetexter, Kolumnenschreiber und Romanautor, nun auch noch Krimis vornimmt. "Allmen und die Libellen" soll dabei nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe sein, in der Gentleman-Dieb Johann Friedrich von Allmen zusammen mit seinem guatemaltekischen Butler Carlos anderen Kunstdieben erfolgreich ins Handwerk pfuscht. Wie von Suter gewohnt, ist Bucheli voll auf seine Kosten gekommen, was Spannung, Komposition und Anschaulichkeit betrifft, hier kann er dem Autor "dramaturgisches Raffinement und erzählerische Souplesse" bescheinigen. Etwas auf den Magen geschlagen sind ihm allerdings Suters "unzimperlicher" Gebrauch der Adjektive und gewisse stilistische Unfeinheiten.

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