In den 1920er Jahren wendete sich unter dem Titel "Die Schwarze Schmach" eine von Deutschland ausgehende internationale Kampagne gegen den Einsatz französischer Kolonialtruppen während der Alliierten Rheinlandbesatzung. Iris Wigger untersucht in ihrer Studie die rassistische Logik dieser Kampagne. Dafür analysiert sie, wie Rasse, Nation, Geschlecht und Klasse als Kategorien sozialer Integration und Ausgrenzung in der gesellschaftlichen Konstruktion "Schwarze Schmach" ineinander greifen und als sich ergänzende Diskriminierungszusammenhänge ein rassistisches Konglomerat bilden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.03.2007
Reiner Pommerin scheint einverstanden mit dieser Arbeit von Iris Wigger, die sich mit der Kampagne gegen schwarze Besatzungstruppen befasst, die Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg lanciert hatte. Pommerin beschränkt sich in seiner Besprechung auf eine Einführung ins Thema. Wenn schon besiegt, wollte die deutsche Kulturnation nicht von Kolonialtruppen besetzt werden, scheiterte damit aber in Versailles. Frankreich stationierte nordafrikanische Regimenter in den linksrheinischen Gebieten. Pommerins Darstellung zufolge war die Angstlust unter den Deutschen beträchtlich, die ihren sexuellen Gewaltfantasien freien Lauf ließen. Eines Urteils enthält sich der Rezensent, da er aber auch keine Einwände erhebt, lässt sich seine Besprechung als Empfehlung lesen.
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