In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Berlin. Die Idee für dieses Buch geht auf das folgende Werk von Anna Desnitskaya und Alexandra Litwina zurück: "In einem alten Haus in Moskau". 1871 zieht die Apothekerfamilie Schwartz voller Stolz in ihre Wohnung in der Beletage im eigenen neuen Haus - einem Haus, das zum Schauplatz deutscher Geschichte und Berliner Alltagsgeschichten wird. Wir begleiten die Familie über fünf Generationen hinweg und erleben an ihrer Seite Kaiserzeit und Weltkriege, Mauerbau und Mauerfall. Mittendrin im pulsierenden Geschehen: die Kinder der Familie. Aus der Sicht von Karl und Martha, Ursula und Peter oder Laura und Ben wird geschildert, was die große und damit auch ihre kleine Welt bewegt. Ganzseitige Bildtableaus versetzen uns mitten hinein in Küche und Keller, Dachwohnung und Kinderzimmer und zeigen, wie sich nicht nur die Bewohner, sondern auch das Innenleben des Hauses im Laufe der Jahrzehnte wandelt - bis hin zum Spielzeug der Kinder. Ergänzende detailreiche Wimmelbilder und aufschlussreiche Erklärtexte machen die Vergangenheit greifbar - und Berlin lebendig.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.09.2023
Rezensent Michael Schmitt lobt Kathrin Wolfs "Wimmelbuch" über ein Berliner Wohnhaus. Wie die Autorin die Generationenfolge, die verschiedenen Nutzungen des Hause sowie Historie und individuelle Schicksale in ihrer Erzählung miteinander verbindet, findet Schmitt überzeugend. Die Vielzahl der Perspektiven ergibt ein umfassendes Alltagspanorama und einen Fundus an Informationen, findet er. Nur ein bedeutsames Detail hat die Autorin vergessen, moniert der Rezensent: Die Geschichte der jüdischen Bewohner des Hauses. Für Schmitt ein bezeichnender "blinder Fleck" in der ansonsten materialreichen Darstellung.
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