In seinem neuen Buch lotet Iso Camartin sein Lebensthema Freundschaft in alle Richtungen aus, beginnend mit der womöglich bangen Frage: "Taugst du zum Freund?" Ob Männerfreundschaft oder Frauenfreundschaft, Gast- oder Gottesfreundschaft, anschaulich werden die Gesichtspunkte der Freundschaft erörtert und in mitunter sehr persönlicher Form abgehandelt. Auch falsche Freunde und Fallen der Freundschaft bleiben nicht ausgespart.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2012
Gerhard Schulz durchstreift mit großer Freude Iso Camartins "Im Garten der Freundschaft" und begleitet nur zu gern seinen namenlosen Helden auf dessen "Spurensuche" zum Thema Freundschaft. Es handelt sich dabei um einen phantasievollen und höchst gelehrten "Bravourgang" durch die europäische Kulturgeschichte, und der emeritierte Professor für rätoromanische Literatur und Kultur in Zürich unterscheidet dabei genau zwischen wahrer Freundschaft und verwandten aber eben keineswegs gleichwertigen Verbindungen, so der Rezensent anerkennend. Reichhaltige Anregungen hat der beeindruckte Schulz diesem Buch entnommen, allerdings handelt es sich dabei keinesfalls um einen Freundschafts-Leitfaden, sondern vielmehr um ein "Kompendium" für ein nur teilweise erschlossenes Gebiet, wie er betont. Und wie sich das Thema in seiner ganzen Vielschichtigkeit und allen seinen Facetten erst nach und nach enthüllt, ohne je einen systematischen Anspruch zu erheben, das hat dem Rezensenten ausnehmend gut gefallen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.02.2012
Rezensentin Beatrice Eichmann-Leutenegger schätzt Iso Camartins "Im Garten der Freundschaft" als eine "Oase des gelassenen Denkens", in der sie gern verweilt. In eine reizvolle Rahmenerzählung eingebettet, entfaltet der Autor für sie eine anregende Kultur- und Geistesgeschichte der Freundschaft: bedeutende Orte und Gestalten der Freundschaft kommen zur Sprache, aber auch falsche Freunde und Fallen für die Freundschaft. Zudem findet Eichmann-Leutenegger in dem Buch immer wieder gelehrte Exkurse in die Literatur. Für den schnellen Leser scheint ihr das Buch weniger geeignet, sind die Ausführungen doch häufig detailliert und von einiger "Tiefe und Stringenz".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…