"Kirschen fürs Kamel" ist ein Buch über das Zusammenleben: 24 Begriffe, die für einen Umgang miteinander elementar sind, werden in einem kurzen, gut verständlichen Text erklärt und jeweils durch eine Illustration ergänzt.Die Auswahl der Begriffe entstand über die Fragestellung nach aktuellen gesellschaftlichen Themen. Was betrifft uns gerade jetzt alle am meisten und worüber müssen wir nachdenken, um gemeinsam weiterzukommen?Die Worterklärungen verzichten dabei auf moralischen Anspruch, sie tasten sich behutsam an die Begriffe heran. Wie schon bei der Bilderbuchgrammatik "Hunde im Futur" ist der Text-Bild-Bezug grundlegend für das Verständnis: Die Bilder führen die Erklärungen weiter, lassen sie nachhallen oder ergänzen sie. Sie laden dazu ein, sich auf Neues einzulassen, die eigene Position im sozialen Umfeld zu reflektieren und gemeinsam zu diskutieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.02.2024
Nicht belehren, sondern informieren will dieses Wörterbuch für junge Leser, das Susanne und Johannes Rieder geschrieben haben, und dessen Illustrationen von Arinda Craciun stammen, freut sich Rezensentin Judith von Sternburg. Und zwar informiert das Buch, lernen wir, über Begriffe wie Würde, Protest und Freundlichkeit, also Worte, die für das Funktionieren von Gesellschaft wichtig sind. Klug und gar nicht aufdringlich sind die Texte zu diesen Begriffen, fantasievoll die zugehörigen Bilder. Die Rezension endet mit einer unbedingten Empfehlung, die Sternburg auch auf Erwachsene ausdehnt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2023
Rezensentin Christine Knödler liest mit "Kirschen fürs Kamel" einen echten Schatz der Kinderliteratur - ein Buch, "das gehoben werden" muss, wie es sich für einen Schatz eben gehört. Dazu bedarf es Geduld, Kreativität und Empathie - all dem also, wozu dieses Buch selbst aufruft und zwar absolut überzeugend, findet Knödler. 22 Begriffe des Zusammenlebens werden hier auf bedachte, wunderbar originelle Weise beschrieben und illustriert. So animieren Susanna und Johannes Rieder ihre Leserinnern und Leser dazu, Worte wie "Würde", "Originalität", "Neugier" oder "Empathie" neu zu denken, selbst zu denken, gründlich zu untersuchen, und ihre Bedeutsamkeit für das Zusammenleben wirklich zu begreifen, lobt die begeisterte Rezensentin.
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