Mit Illustrationen von Su Ehlers. Aus dem Tschechischen von Ferdinand Hauser. Mentha ist ein ziemlich normales Mädchen - und dabei doch ganz und gar nicht gewöhnlich. Sie wächst bei Florentin auf, einem Fährmann, der sie an einem Junimorgen in einem Minzbusch in seinem Garten entdeckt. Mentha kann verschiedene außergewöhnliche Dinge. Sie hört die Maulwürfe in der Erde laufen, dieFledermäuse auf dem Boden schnarchen und in der Nacht die Sterne singen. Und sie kann sich - wenn sie sich wirklich konzentriert - unsichtbar machen. Eines Sommertages begegnet sie im Fluss am Haus einem Fisch, der für das Mädchen eine wichtige Botschaft hat. Bald darauf gelangt Mentha auf dem Rücken einer Fledermaus zu einer unbekannten Insel, auf der nur Tiere leben. Dort trifft sie auf den Bekümmertsten Bekümmerer, einen Raben, der ihr eröffnet, dass der Welt das Ende droht, weil die Menschen vergessen haben, sich an die guten Dinge im Leben zu erinnern. Menthas Aufgabe soll es sein, dem Gedächtnis der Leute wieder auf die Sprünge zu helfen.Wird Sie es schaffen die Menschheit an die guten Dinge zu erinnern?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2026
Rezensent Tilman Spreckelsen liest mit Iva Procházková ein Märchen, das erstaunlich optimistisch auf den technischen Fortschritt reagiert: Die Jugendliche Mentha ist an einer Minzstaude gewachsen, wo der Fährmann Florentin sie gefunden hat, er zieht sie auf und unterrichtet sie zuhause. Procházková verwendet viel Zeit darauf, sich der technischen Welt zwischen Handys, Radiosendern und Onlinejournalismus zu widmen, gerade weil es für die fantastischen Elemente so wichtig ist, wie Spreckelsen erklärt. Menthas Mission ist es, das Gleichgewicht in den Waagschalen der Weltsicht wiederherzustellen, wortwörtlich, dafür wird sie die Massenmedien brauchen, verrät der Kritiker, der sich über den Einfallsreichtum der Autorin und ihren Blick für gesellschaftliche Probleme freut.
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