Aus dem Russischen von Vera Bischitzky. Alexander Fjodorytsch Adujew ist noch jung, und nun soll er in der Hauptstadt Karriere machen. Was für ein verheerender Tag für seine Mutter Anna Pawlowna! Denn gehört ein junger Mann nicht beschützt? Ist er den Herausforderungen im Beruf, in der Liebe, in der Gesellschaft gewachsen? "Eine gewöhnliche Geschichte", 1847 erschienen, ist der große Bruder des weltberühmten "Oblomow" - ein Roman, der enormes Aufsehen erregte: In seinem jugendlichen Schwärmer erkannten die Zeitgenossen sofort die zögernde, zwischen alt und neu zerrissene Generation in der auf ihr Ende zugehenden feudalen Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.07.2021
Rezensent Franz Haas liest Iwan Gontscharows "Gewöhnliche Geschichte" als Vorarbeit zu dem meisterlichen "Oblomow"-Roman, denn auch hier verfalle eine Figur in manische Trägheit: Der junge Alexander Fjodorytsch Adujew kommt aus der Provinz nach Petersburg, wo ihm der geschäftstüchtige Onkel alle romantische Flausen und dichterische Ambitionen auszutreiben versucht. Auch wenn Haas die Geschichte ein wenig unernst wiedergibt, scheint seine Wertschätzung für das Werk unzweifelhaft, in dem er ebenso einen subtilen Entwicklungs- und Gesellschaftsroman erkennt. Die neue Übersetzung von Vera Bischitzky lobt er als flüssig und entschlackt.
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