Aus dem Englischen von Jan Schönherr. Eine Welt, die unserer zum Verwechseln ähnelt - mit einem Unterschied: Es gibt kein Internet. Stattdessen wird die Teleportation erfunden, und Entfernungen stellen kein Hindernis mehr da. Eine Revolution, ein Wunder, das schnell alltäglich wird und doch das Leben aller Beteiligten tiefgreifend verändert: von den ersten Versuchen, einem teleportierten Eierlöffel, bis zur selbstverständlichen, unmittelbaren Bewegung von Menschen. Aber ist ein Ölgemälde nach dem Umzug per Teleportation wirklich noch dasselbe wie zuvor? Warum hat der Apparat die Macht, eine Beziehungskrise auszulösen? Und hat dein Ehemann, der erste teleportierte Mensch der Welt, die Übertragung wirklich so unbeschadet überstanden, wie es scheint? In seinem Roman untersucht der schottische Lyriker J. O. Morgan, was in einer technologiebestimmten Welt mit unserer Menschlichkeit, unseren Erinnerungen, Ängsten, Lieben geschieht und was verloren geht auf dem Weg in die Zukunft.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.06.2023
Klug konstruiert ist dieser Science-Fiction Roman des schottischen Schriftstellers J.O. Morgan, freut sich Rezensent Samuel Hamen, in dem eine Maschine das Beamen ermöglicht und damit die Welt verändert. Nicht anhand eines Figurenlebens entwickle Morgan seine Geschichte, sondern an den Entwicklungsstufen des Teleportations-Apparates. Nach und nach werde das Gerät Teil des gesellschaftlichen Alltags. Hier sieht der Kritiker die zeitkritische Dimension des Romans: Der Umgang der Figuren mit der revolutionären Technik ist völlig unkritisch, worin Hamen eine Kritik an unserem heutigen Umgang mit neuen Technologien sieht. Im Gegensatz zum herkömmlichen Science-Fiction-Jargon ist Morgans Sprache erfreulich schlicht, realistisch und von Dialogen dominiert, lobt der Rezensent.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…