Aus dem Französischen von der Gruppe 'Transports'. Die "Ruinen von Paris", ein Zyklus von Prosagedichten, erschienen erstmals 1977. Inspiration waren für Jacques Reda seine Streifzüge durch Paris und die angrenzende französische Provinz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2008
Fasziniert ist Rezensent Helmut Mayer von Jacques Redas Prosazyklus "Die Ruinen von Paris", der, ursprünglich 1977 erschienen, nun in einer deutsch-französischen Ausgabe vorliegt. Unter den Büchern Redas, die aus seinen Streifzügen durch Paris hervorgegangen sind, scheint ihm dies das bedeutendste zu sein. Er stellt das Werk in die Tradition einer Dichtung, die mit präzisen und poetischen Blick den "Wandel der Stadt" beobachtet. An Baudelaire fühlt er sich erinnert oder auch die Stadterkundungen der Surrealisten, sieht aber auch gravierende Unterschiede: Redas teilt in seinen Augen weder die "allegorischeWucht" Baudelaires noch die surrealistische Suche nach dem "Merkwürdigen und Wunderbaren". Vielmehr konstatiert Mayer bei ihm eine "Praktik und Poetik des Herumstreifens". Er hebt den "zügigen", aber "leichten" Schritt hervor, mit dem Reda durch die Stadt schweift, der sich auch in der Poetik des Dichters widerspiegle und in der Leichtigkeit seiner Gedichte, die sich einem virtuosen Umgang mit den poetischen Mitteln verdankt. Mit Lob bedenkt er auch die auch die ausgezeichnete Übersetzung des Werk, das in einer Sammlung neuerer französischer Literatur nicht fehlen dürfe.
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