Übertragen von Hans Krieger. Mit Zeichnungen von Christine Rieck-Sonntag. "Musik, Musik vor allen Dingen" - das war für ihn die Hauptforderung, die ein Gedicht erfüllen musste, um ein Gedicht zu sein:"De la musique avant toute chose". Die Klanggestalt ist also ein ganz wesentlicher Teil der Aussage. Dem wollen die neuen Übertragungen des Lyrikers Hans Krieger gerecht werden,. In dem alten Streit, ob es beim Übersetzen von Lyrik mehr auf die Bildlichkeit oder auf die lautliche Schwingung ankomme, mehr auf die Gedankenbewegung oder auf die Klangsinnlichkeit der Versflusses, ergreift Hans Krieger entschieden Partei für den Primat des Musikalischen. Die Malerin Christine Rieck-Sonntag hat zu dem bibliophil ausgestatteten Band einen Zyklus von 16 Zeichnungen beigesteuert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2006
Erfreut zeigt sich der "ld." zeichnende Rezensent von Hans Kriegers deutscher Übertragung von Gedichten Paul Verlaines - zumal der Dichter im deutschen Sprachraum im Unterschied zu seinen Zeitgenossen Baudelaire, Rimbaud und Mallarme bisher eher stiefmütterlich behandelt wurde. Der Rezensent führt dies nicht zuletzt auf Schwierigkeiten bei der Übersetzung von Verlaines Versen zurück, die einfache Aussagen mit vollkommener Sprachkunst graziös kombinieren. Er bescheinigt Krieger, bei seiner Übersetzung sehr stark auf die formalen Qualitäten der Gedichte zu setzen, die adäquate Wiedergabe Aussage- und Bedeutungsebene dagegen zu vernachlässigen. "Die oft ingeniösen Lösungen auf der einen Ebene", kommentiert er, "gleichen die Verluste (oder die Eigenwilligkeiten) auf der andern aus." Besonders gelungen findet er Kriegers metrische und strophische Fügung der Übertragungen, die sich für ihn wie "deutschsprachige Gedichte" lesen.
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