Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen. Sie lernen sich 1967 auf dem Flughafen von Caracas kennen. Es ist der Beginn einer intensiven Freundschaft: In Barcelona wohnen sie in der Nachbarschaft, beide unterstützen die kubanische Revolution. Sie wähnen sich als unzertrennliche Genies. Bis eines Tages Vargas Llosa in Mexiko Stadt García Márquez niederschlägt und ihm die Nase bricht. "Dies ist für das, was du Patricia angetan hast!", ruft er dabei aus. Was ist passiert? Was hat García Márquez seiner Frau angetan?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2025
Im Februar 1976 hat Mario Vargas Llosa seinen Schriftstellerkollegen Gabriel García Márquez geschlagen, die Freundschaft zwischen beiden war danach hinüber, weiß Rezensent Josef Oehrlein, aber der Vorfall blieb mysteriös: Jaime Bayly hat daraus nun einen Roman gemacht. Als Grund für den Faustschlag führt er an, Vargas Llosas Frau habe mit Garcia Marquez geschlafen. Der Roman zeigt aber auch, was die unterschiedlichen politischen Auffassungen der beiden damit zu tun haben, so Oehrlein. Er liest einen recht gefälligen Roman, der die Rolle der Gewalt in der Erziehung der beiden beleuchtet, nicht allzu viel Tiefgang aufweist, aber dennoch gut lesbar ist.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.05.2025
Warum hat Mario Vargas Llosa seinem Freund Gabriel Garcia Márquez 1976 in einem Kinosaal in Mexiko-City auf die Nase gehauen? Um diese Frage dreht sich Jaime Baylys Roman. Rezensent Marko Martin hat von dem in Miami lebenden peruanischen Autor Bayly, den er als "Betriebsnudel" bezeichnet, zunächst nichts erwartet. Umso angenehmer ist er überrascht, ein gut geschriebenes Buch über die Freundschaft der beiden Männer und ihr soziales Umfeld im Barcelona der Franco-Diktatur zu lesen. Die Freunde der beiden, Pablo Neruda, Julio Cortázar und Jorge Edwards, erscheinen hier als "gewitzt konturierte Künstler", freut sich Martin. Aber auch Vargas Llosas Ehefrau und die Literaturagentin der beiden Autoren findet er glaubhaft wiedergegeben. Kurz: Ein "dezidiert nicht-machistisches Lektüre-Vergnügen", das man nicht verstecken muss, versichert der Kritiker.
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