Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.11.2003
Der Rezensent Jörg Schindler ist sichtlich angetan von Jakob Wegelius' Geschichte um den Kommandanten der winzigen Insel Snarholmarna, der ein äußerst wichtiger Mann ist, dem aber zu seinem Glück noch der besonders ehrwürdige Titel des Spionagechefs fehlt. Dazu ernennt er sich also kurzerhand und tritt damit laut Schindler einen sehr lesenswerten "Schlamassel" los. Da es auf Snarholmarna aber keine Spione gibt, denen der frischgebackene Spionagechef befehlen könnte, ernennt er den einfältigen Lehrer Nillebu zum Spion und schickt ihn zur Ausbildung in die Großstadt, wo er aus lauter Einfalt an eine geheimnisvolle Seekarte gerät, nach der alle suchen, und fliehen muss. Für den Rezensenten ist "Die Spione von Oreborg" eine "reichlich verwegene und ziemlich komische Geschichte", die zeigt, wie schwer es ist, ein großes Geheimnis für sich zu behalten, und dass auch ein blindes Huhn mal ein Ei findet.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 20.03.2003
Kinder im Grundschulalter werden dieses Buch schätzen, prophezeit Iris Mainka. Der ein wenig vertrottelte Bücherliebhaber Nillebu bringt bei seiner Gaunerjagd das Städtchen Oreborg ziemlich durcheinander, die nicht wenigen ortsansässigen Spione werden aufgescheucht, was zu "tollen" Verwechslungen und Verwicklungen führt. Das alles ist so "munter, harmlos und vergnüglich wie im Komödienstadl", stellt die Rezensentin fest, der man ihr Amüsement allerdings kaum anmerkt. Kinder jedenfalls, vermutet sie, werden gebannt zuhören, sich über die "detaillierten Federzeichnungen" beugen oder sich die Geschichte nur allzu gern vorlesen lassen.
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