James Gustave Speth

Wir ernten, was wir säen

Die USA und die globale Umweltkrise
Cover: Wir ernten, was wir säen
C.H. Beck Verlag, München 2005
ISBN 9783406529016
Gebunden, 275 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

James G. Speth stellt der globalen Umweltpolitik die Diagnose - und diese fällt ebenso deutlich wie vernichtend aus: Alle internationalen Vereinbarungen und Verträge der letzten zwei Jahrzehnte, die "Zeit nach Rio", sind wirkungslos. Der von so vielen beschworene Schutz der Biosphäre ist das Papier nicht wert, auf dem er steht, weil die internationale Staatengemeinschaft weder die Kraft noch den Willen aufbringt, dem Zerfall der zentralen Ökosysteme wirklich.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.08.2005

Überzeugend findet Thomas Leuchtenmüller diese "verständlich formulierte" Studie über die globale Umweltkrise, die James Gustave Speth, der Umweltpolitik und nachhaltige Entwicklung in Yale lehrt, das World Resources Institute gründete und Chefberater der Nationalen Umweltkommission unter den Präsidenten Carter und Clinton war, vorgelegt hat. Als "umfassend, konkret und widerspruchsfrei" würdigt er Speths Darstellung des Versagens der internationalen Gemeinschaft angesichts der katastrophalen globalen Umweltsituation. Er attestiert Speth, seine Erfahrungen als Pionier des Umweltschutzes geschickt in die Waagschale zu werfen. Seine Vorschläge lobt er als "besonnen präsentiert". Wie Leuchtenmüller berichtet, regt Speth die Gründung einer neuen Organisation an, einer "Weltumweltorganisation", nach dem Modell der Weltgesundheitsorganisation. Dazu lege er einen Maßnahmenkatalog vor, der Bekanntes auf seinen Wert abklopfe und ihm einen sinnvollen Platz in einer erschöpfenden Strategie zuweise. Speths Begründung, warum künftig die Destruktionskraft der Globalisierung dominieren dürfte, hält Leuchtenmüller für "stichhaltig". Er begrüßt aber auch, dass Speth Siege des Naturschutzes anerkennt und optimistisch bleibt.

Beliebte Bücher

Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…
Dorothee Elmiger. Die Holländerinnen - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2025.Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…