James G. Speth stellt der globalen Umweltpolitik die Diagnose - und diese fällt ebenso deutlich wie vernichtend aus: Alle internationalen Vereinbarungen und Verträge der letzten zwei Jahrzehnte, die "Zeit nach Rio", sind wirkungslos. Der von so vielen beschworene Schutz der Biosphäre ist das Papier nicht wert, auf dem er steht, weil die internationale Staatengemeinschaft weder die Kraft noch den Willen aufbringt, dem Zerfall der zentralen Ökosysteme wirklich.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.08.2005
Überzeugend findet Thomas Leuchtenmüller diese "verständlich formulierte" Studie über die globale Umweltkrise, die James Gustave Speth, der Umweltpolitik und nachhaltige Entwicklung in Yale lehrt, das World Resources Institute gründete und Chefberater der Nationalen Umweltkommission unter den Präsidenten Carter und Clinton war, vorgelegt hat. Als "umfassend, konkret und widerspruchsfrei" würdigt er Speths Darstellung des Versagens der internationalen Gemeinschaft angesichts der katastrophalen globalen Umweltsituation. Er attestiert Speth, seine Erfahrungen als Pionier des Umweltschutzes geschickt in die Waagschale zu werfen. Seine Vorschläge lobt er als "besonnen präsentiert". Wie Leuchtenmüller berichtet, regt Speth die Gründung einer neuen Organisation an, einer "Weltumweltorganisation", nach dem Modell der Weltgesundheitsorganisation. Dazu lege er einen Maßnahmenkatalog vor, der Bekanntes auf seinen Wert abklopfe und ihm einen sinnvollen Platz in einer erschöpfenden Strategie zuweise. Speths Begründung, warum künftig die Destruktionskraft der Globalisierung dominieren dürfte, hält Leuchtenmüller für "stichhaltig". Er begrüßt aber auch, dass Speth Siege des Naturschutzes anerkennt und optimistisch bleibt.
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